Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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der Alhambra und hallte wieder im Thal, im hundert⸗ fachen Echo an den ringsum aufſteigenden Felſenwänden. Es war die eherne Stimme des Geſchicks, welche uner⸗ bittlich den Untergang der Maurenherrſchaft, den Triumph der Jahrhunderte lang mit Strömen von Blut bekämpf⸗ ten Feinde kündete! Ein allgemeiner Weheſchrei ent⸗ floh den Lippen aller Sarazenen. Auch Boabdil's ſtoi⸗ ſcher Gleichmuth war dahin; er vergaß den orientaliſchen Stolz, der ihn bisher ruhig und ungebeugt hatte erſchei⸗ nen laſſen. Er ſeufzte tief; Thränen entſtürzten ſeinen Augen und er verhüllte ſein Angeſicht im unausſprech⸗ lichen Kummer!

Das Auge Ahra's la Horra war das Einzige, wel⸗ ches trocken geblieben war. Düſter und gramvoll hatte es auf dem verlaſſenen Schauplatze der Macht der Sul⸗ tane, auf der Stätte ſo vieler dunkeln und ſchweren Tha⸗ ten geruht, denen auch ſie nicht fremd war. Sie war ihrem Sohne die feſteſte Stütze in den Tagen der Ge⸗ fahr geweſen; eine Heldin, wenn er zagte; eine muthige Rathgeberin, wenn ſeine Unentſchloſſenheit nicht das Rechte zu wählen wußte! Sie hatte ihm wiederholt ſei⸗ nen wankenden Thron gerettet von dem er jetzt ver⸗ trieben wurde!

Ha, ſprach ſie,Du und Deine Freunde haben dieſen Frieden wie ein Geſchenk von Gott angenommen;