Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ihn immer weiter von dem Sitze ſeiner früheren Herr⸗ lichkeit entfernte. Seine Ritter und ſeine Leibwache folg⸗ ten ihm unter Reduan's Anführung. Bald erreichte er das kleine Dorf, wo ihn ſeine Mutter, ſeine Frauen, ſeine Sklaven mit ſeinen werthvollſten Sachen erwarteten. Er hatte ſie auf dem Wege nach den Alpuxarras voraus⸗ geſchickt, um ſie nicht zu Zeugen jener traurigen Demü⸗ thigung zu machen, der er ſelbſt ſich unterziehen mußte. Ohne Aufenthalt erreichten Alle die kahlen, unfruchtbaren Höhen, welche den Gürtel der Gebirge Alpuxarras bilden. Auf dem Gipfel einer dieſer Felſen hielt Bvabdil ſein Roß an. Alle ſeine Begleiter folgten ſeinem Beiſpiel und wandten ſich gleich ihm, noch einen Blick auf die eben ver⸗ laſſene Heimath zu werfen. Sie war die Stätte blutiger Schlachten, lachender Freudentage, glorreicher Trium⸗ phe und ach! einer ſchmerzvollen Niederlage! Im ſchönſten, ſonnigen Glanze ſahen ſie das Thal, die kry⸗ ſtallenen Flüſſe und die hoch emporſtrebenden Thürme von Granada, der Heimath ihrer Kindheit, des herrlichen, hochgeſegneten Stückchens Erde, welches ſie ſo lange Vaterland genannt hatten! Alles Weh der Ver⸗ bannung, gewaltſam unterdrückt bis zu dieſem Augen⸗ blicke, erhob ſich unwiderſtehlich in den zarten Frauen, in den treuen Dienern, in den ſchlachtgewohnten Kriegern! Jetzt krachte der Donner der chriſtlichen Geſchütze von