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ruhigen Züge des entthronten Monarchen blickte. Thrä⸗ nen entfloſſen ihren Augen und eine leichte Röthe über⸗ flog das Geſicht des Mauren. Dann ſprach er ernſt:
„Große Königin, Du biſt ſo edel gegen das Un⸗ glück, wie ſiegreich in Spanien. Dein Anblick iſt auch dem Herzen Deines beſiegten Feindes wohlthuend. Allah beſchirme Deine Tage!“
Nun wandte er ſich zugleich zu Ferdinand und fuhr
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„Geſtattet, Ihr beiden Herrſcher von Spanien, daß jenes Thor in der Alhambra, durch welches ich ſie ver⸗ ließ, zugemauert werde. Kein ſterblicher Fuß ſoll es fer⸗ ner betreten, nachdem der letzte Maurenkönig ſeinen Schritt hindurch lenkte.“
„Dein Wunſch ſoll erfüllt werden, königlicher Bru⸗ der,“ ſprach Iſabella, ſanft und freundlich, indem ſie ſich zu faſſen ſuchte.„Ich werde dafür ſorgen, daß jenes Thor vermauert und nie wieder geöffnet werde.“
„Geſtattet mir jetzt, mich zu entfernen, ich will Euch nicht länger hier aufhalten,“ ſetzte Boabdil hinzu.
„Es ſei ſo, mein Bruder,“ ſagte Ferdinand.„Gott geleite Deine Schritte. Vergiß die Vergangenheit, da ſie Dich betrüben müßte!“
Der Sultan verbeugte ſich tief zum wortloſen Ab⸗
ſchiedsgruße und ritt langſam den Pfad aufwärts, der


