Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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und Dich nur der göttlichen Macht ergeben, die es alſo wollte. Mögeſt Du ein ſo treuer Freund für Caſtilien und Arragonien bleiben, wie Du deſſen wackerer Feind ge⸗ weſen biſt.

Boabdil neigte ſich ſchweigend und winkte dann Re⸗ duan Benegas herbei. Dieſer trug auf ſeinem ſilbernen Schilde die Schlüſſel der Alhambra, welche er jetzt knie⸗ end dem Maurenkönige darbot. Boabdil überreichte ſie Ferdinand und ſprach mit ernſter Faſſung:

Dieſe Schlüſſel ſind Dein, o König! Nimm ſie, da Allah es ſo beſchloſſen hat. Er erhöht und erniedrigt die Könige nach ſeinem Willen. Mache von Deinem Glücke einen milden und mäßigen Gebrauch. Granada gehört hinfort Dir und die Moslems erkennen Dich als ihren Herrſcher an!

Wir werden ihnen gnädige Gebieter ſein, erwie⸗ derte Ferdinand,unſere Verſprechungen ſollen gehalten werden. Aber ſchönere Hände als die meinigen haben gleichen Antheil auf dieſe Zeichen unſeres Beſitzes; wir wollen ihnen die Schlüſſel von Granada übergeben.

Er überreichte ſie IJſabellen. Gern hätte die edle Fürſtin einige Worte an Boabdil gerichtet, allein ihre große Seele, die ſo oft in allen Schrecken blutiger Kriegs⸗ begebenheiten unerſchüttert geblieben war, erbebte in tie⸗ fer und ſchmerzlicher Theilnahme, als ſie in die blaſſen,

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