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Ebene zu ſeinen Füßen ſichtbar wurde. Hell erglänzten im Strahl der Morgenſonne die Helme und Harniſche der chriſtlichen Ritter, ihre Fahnen und Schwerter, ihr wallender Federſchmuck. Man hörte das Stampfen der Roſſe, das Schwertergeklirr und einzelne Commando⸗ worte. So weit der Blick reichte, breiteten ſich die ſtatt⸗ lichen Reihen aus; an der Seite der geſchmückten Ban⸗ ner murmelten wie ſonſt die ſilbernen Wellen des Renil, unbekümmert um den wichtigen Act der Weltgeſchichte, der hier neben ihnen vorging.
Nun gab Boabil ſeinem Pferde die Sporen und ſprengte ſeinem Gefolge voran auf die kleine Moſchee zu, wo die katholiſchen Herrſcher ſich aufgeſtellt hatten. Sie iſt ſeitdem zur Einſiedelei von S. Sebaſtian geweiht worden. In prächtiger Rüſtung, umgeben von den Für⸗ ſten der Kirche, von ſeinen Granden und Prinzen, von ſeinem ganzen, prunkenden Hofe, ſtand Ferdinand. Die Wappen dieſer höchſten Würdenträger, dieſer ſtolzeſten Unterthanen eines mächtigen Monarchen, flatterten weit hin über ihr glänzendes Gefolge. Zur Rechten des Kö⸗ nigs ſtand Iſabella, an ihrer einen Seite die Marquiſe von Moya, an der andern Elvira von Viana, hinter ihnen mehrere andere der höchſten Edeldamen Spaniens. Die Pracht ihrer Gewänder, der Glanz ihrer Juwelen ſtach ſchimmernd ab gegen die hohen Helmzierden und
1861. V. Columbus und ſeine Zeit. II. 14


