Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Benegas ritt an ſeiner einen, Muſtafa an ſeiner andern Seite. Langſam erreichte der traurige Zug das Thor, welches wir noch gegenwärtig von grauen, trümmer⸗ artigen Ruinen umgeben, überwuchert von Weinreben und Feigenbäumen erblicken. Dann gelangte er weiter durch die Gärten, welche jetzt dem Kloſter des ſiegenden Glaubens angehören. Eine Höhe erhebt ſich über ihnen, die heuteder Hügel der Märthrer genannt wird. Ueber den Rücken dieſer Anhöhe bewegte ſich die Schaar jener

ergrauten Chriſtenſtreiter, welche der Großcardinal von

Mendoza führte, um in die Alhambra einzuziehen. Hin⸗ ter dem weißen Roſſe des Kirchenfürſten ging eine lange Reihe von Barfüßer⸗Mönchen. Dieſe Geiſtlichen und die Soldaten hielten, als Boabdil ſich mit ſeinen fünf⸗ zig Rittern näherte, und ſenkten ihre Fahnen und Schwerter zur Begrüßung des ſarazeniſchen Königs. Sie hatten geräuſchlos ihren Weg um die äußeren Wälle ge⸗ nommen, um den Einwohnern der Stadt die Unannehm⸗ lichkeit ihres erſten Anblicks zu erſparen; jetzt ſetzten ſie ihren Marſch fort und erreichten die Stelle, auf welcher ſich nun das Thor von Los Molinos erhebt, um durch dieſes in den Palaſt des mauriſchen Königs einzu⸗ ziehen.

Eine Viertelſtunde hatte dieſer Letztere ſeinen Pfad weiter verfolgt, als ihm das ganze ſpaniſche Heer in der