Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ges ſollten Geſchütz und Feſtungswerke den Chriſten über⸗ liefert werden.

Ein tiefes Schweigen herrſchte nach dem Anhören dieſer Bedingungen in dem verſammelten Kreiſe. Endlich ſprach Boabdil mit Hoheit um ſich blickend:

Was iſt Eure Meinung, Krieger und Weiſe? Sollen wir dieſe Bedingungen annehmen, oder ſoll un⸗ ſere Trompete noch einmal durch die Vivarrambla ertb⸗ nen und wir uns abermals zum letzten Vernichtungs⸗ kampf unter die Feinde ſtürzen?

Sonne von Granada, antwortete endlich der greiſe Vezier, deſſen Antlitz ſo ſorgenvoll und ſo muth⸗ los war wie diejenigen der übrigen Anweſenden,ſtreite nicht länger gegen das Schickſal, welches vom Uranfang her voraus beſtimmt wurde. Allah iſt groß!

Eine abermalige Pauſe trat ein. ZJetzt nahm der Ritterfürſt das Wort:.

Tapferer König, ſträube Dich nicht länger gegen die herbe Nothwendigkeit. Du würdeſt dadurch nur Dein und Deines Volkes Schickſal erſchweren. Blicke von den Thürmen Deiner Alhambra auf unſere unzählbaren Krie⸗ gerſchaaren in der Ebene, und gedenke dann Deines ta⸗ pfern Volkes, welches nicht durch unſere Waffen, ſondern durch Hunger und durch den Willen Gottes überwun⸗ den iſt.