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zenden Rüſtungen und mit ehernen Sporen näherten ſie ſich, ihnen voran die edle, ſtattliche Geſtalt Gonſalvo's, ohne Helm, mit einem Mantel von blauem Sammt, auf welchem das ſilberne Kreuz nicht fehlte. In den ſchönen Zügen war nur jene edle Theilnahme zu leſen, welche der Tapfere über einen beſiegten, geachteten Feind em⸗ pfindet, und das Feuer ſeines gebietenden Blickes wurde durch Wehmuth verſchleiert. Er und ſeine Begleiter ver⸗ beugten ſich tief vor dem Sultan und ließen dann einen Herold vortreten, welcher im Namen der katholiſchen Herrſcher den König von Granada zur Uebergabe ſeiner Hauptſtadt in aller Form aufforderte.
Es wurde darauf den Mauren bewilligt, daß ſie im Beſitze ihrer Moſcheen bleiben und in der Ausübung ihres Gottesdienſtes nicht behindert werden ſollten. Ihre alten Sitten, Gewohnheiten, ihre Kleidung und ihre Sprache ſollten ihnen verbleiben, ihr Eigenthum geſchützt werden und ſie nach ihren eigenen Geſetzen von ihren Kadis unter Oberaufſicht des caſtiliſchen Stadtbefehls⸗ habers gerichtet werden. Es ſolle ihnen jederzeit freiſte⸗ hen, auszuwandern, wohin ſie wollten, und Schiffe Denen geliefert werden, die innerhalb drei Jahren nach Afrika gehen wollten. Boabdil ſolle über ein beſtimmtes Gebiet in den Algurarras als Lehnträger der Krone Caſtilien regieren. Sechzig Tage nach Unterzeichnung des Vertra⸗


