Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Halbmond ſank, denn das Schwert eines andern Schwei⸗ zers hatte nun Arnold's Abſicht vollführt und die Stange zerhauen, ſo daß er es triumphirend erbeuten konnte. Im nämlichen Augenblicke traf ihn jedoch der ſchwere Streit⸗ kolben des Sultans von hinten, ſo daß er zum Tode ge⸗ troffen umſank, ohne die Fahne aus den Händen zu laſſen. Arnold ſtellte ſich vor den Getroffenen und ſetzte ſeine raſtloſen Angriffe auf Boabdil fort, ſo daß dieſer ſich ihrer kaum mehr erwehren konnte. Nun aber eilte eine berittene Schaar zur Deckung des Sultans herbei und brachte ihn aus dem Getümmel. Jetzt kehrte auch die mau⸗ riſche Infanterie fliehend um und die Verwirrung nahm Ueberhand. Abermals friſch angelangte chriſtliche Trup⸗ pen griffen ſie auf's Neue an und Boabdil ſah ſich bald mit bitterem Schmerze von ſeinem Heere verlaſſen und nur noch von einem geringen Theil ſeiner Leibwache und ſeiner Ritter umgeben.

„Ergieb Dich, Boabdil el Chico!“ rief ihm Don Gonſalvo zu.„Es iſt keine Rettung mehr für Dich!“

„Niemals, beim Grabe des Propheten!“ rief der Sultan wild. Er gab ſeinem Pferde die Sporen und drang in den Lanzenwall hinter ihm ein, ſo daß er mit ſeinen letzten Getreuen die chriſtlichen Haufen durchbrach. Dann hielt er an und überſchaute die Vega. Sein Heer