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geſühnt werden!“ riefen die ſpaniſchen Ritter laut, in⸗ dem ſie zornig an ihre Schwerter ſchlugen.
„Wohlan denn, Sennores! Wir müſſen ſie heute erbeuten und mit Hilfe des heiligen Jago dieſe Heiden für immer entmuthigen!“ ſprach der König.„Laßt uns Alle unſer Augenmerk auf dieſes Banner richten. Wer es mir bringt, dem ſoll großer Lohn werden! Wenn er unvermählt iſt, ſo wähle er unter den edelſten Damen unſeres Hofes ſich eine Gemahlin, und er kann meiner Fürſprache gewiß ſein. Iſt er ein Ehemann, ſo ſoll ihm eine reiche Beſitzung in dieſem unſern zu erobernden Kö⸗ nigreiche Granada verliehen werden— vorausgeſetzt, daß er von edlem Blute und ein wirklicher Ritter iſt!“
„Mit Gott und St. Jago! Lange lebe der König! Caſtilien! Caſtilien!“ riefen die Spanier wie aus einem Munde. Nun führte der König dieſe Heldenſchaar ſelbſt in die feindlichen Reihen, indem das große Banner von Spanien zwiſchen ihnen flatterte und Trompeten und Pauken um ſie erſchallten. Auch die Feldgeſchütze der Chriſten waren herangekommen, und es miſchte ſich der Donner der Lombarden mit demjenigen der Büchſen und Kanonen der Mauren, Verderben auf Alle ſchleudernd, die in ihren Bereich kamen. Alle blutigen Schrecken des Krieges waren entfeſſelt, und noch einmal ſchwankte die Wage des Schlachtenglückes heute wie ſeit zehn Jahren


