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ließ das Eiſen ihrer Rüſtungen glühend erſcheinen, wäh⸗ rend ſie langſam und feierlich ſich den bewegten Reihen des ſarazeniſchen Fußvolks näherten und endlich mit dem Ruf:„Spanien und St. Jago!“ unaufhaltſam auf die⸗ ſes eindrangen. Hoch aber über den Köpfen aller Mau⸗ ren flatterte ihre große, weiße Fahne, welche ſie durch überirdiſche Geiſter beſchützt, durch Zauber gefeit glaub⸗ ten. Auf dieſer heiligen Standarte waren ein Halbmond und ein großer Schlüſſel ſichtbar. Mit dieſen Emblemen, dem Gegenſatze des Kreuzes, hatten die Sarazenen vor Jahrhunderten Andaluſien unterjocht, und wo ſie vorüber⸗ getragen wurden, ſchloß Jeder die Augen und mur⸗ melte Sprüche aus dem Koran.
König Ferdinand hatte eine reich mit Gold verzierte Rüſtung und einen Helm mit wallender Feder angelegt, auf dem man ein kronenartiges Diadem erblickte. Auf dem Hügel ſtehend ſprach er:
„Dies verwünſchte Banner wird uns zum Hohn und Trotz wieder vorgeführt! Dieſe Ungläubigen wollen es uns in's Gedächtniß rufen, daß bei unſerm letzten Gefecht mit ihnen unſere Fahne herabgeriſſen und in den Staub getreten wurde, und daß ſie die ihrige triumphirend über der Unſrigen erhöhten.“
„Dieſe Schmach iſt noch ungerächt! Sie muß heute


