Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ſeinerſeits einen jener verzweifelten Angriffe zu wagen, die oft ſchon den Feind über den Haufen geworfen hatten. Er ſtellte die Seinigen in Schlachtordnung. Don Fer⸗ nando del Pulgar, genannt der Ritter der Siege, rückte mit den geübteſten Reitern gegen die ſarazeniſche Caval⸗ lerie vor, während die übrigen Truppen in einzelne Schaaren abgetheilt wurden. Einige von dieſen ſollten den Feind auf verſchiedenen Punkten zugleich angreifen, andere die nahe liegenden Hecken und Baumpartien an⸗ zünden. Man ſah, wie Boabdil ſein weißes Streitroß zwiſchen den ungeſtümen Haufen ſeines Fußvolks umher⸗ tummelte und ſie mit kurzen Anreden aufmunterte, ihre Bewegungen zu regeln. Da er ſich auf dieſes am we⸗ nigſten verlaſſen konnte, ſo hielt er ſich am meiſten unter ihm auf. An der Spitze ſeiner berühmteſten Ritter und ſeiner rieſigen Afrikaner ſuchte er mit der verzweifelten Tapferkeit deſſen, der ſein Alles zu vertheidigen hat, jede Gefahr auf. Wo er war, wendete ſich der Kampf zu den Gunſten der Seinigen. Durch die Mannöver der Chriſten hatte ſich der allgemeine Kampf in eine Menge kleiner Gefechte aufgelöſt. Fern und nah boten ſich Scenen des hartnäckigſten Handgemenges. Nun auch ſtieg auf meh⸗ reren Stellen eine feurige Lohe zum Himmel; einzelne chriſtliche Schwadronen kamen hinter den von ihnen an⸗ gezündeten Gebüſchen hervor und der rothe Schimmer