Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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König mit ritterlicher Artigkeit.„Allein ich treffe Dich auf ſeltſame Weiſe. Ich ſehe keine andere Begleitung bei Dir, als dieſen jungen Mann, den man für einen mauri⸗ ſchen Krieger halten müßte, wenn nicht ſein Geſicht einen anderen Stempel trüge.“

„Er iſt mit mir in jenem Gefecht gefangen wor⸗ den, mit welchem man uns auf unſerer Wallffahrt nach Cordova überfiel, und hat mich dann auf meiner Flucht begleitet,“ entgegnete Elvira.„Sein tapferer Arm hat mir die weſentlichſten Dienſte geleiſtet.“

„Auf jeden Fall biſt Du lange genug allein mit ihm geweſen, um dieſe Dienſte gehörig anerkennen zu können; ich will nicht fürchten, daß meine Nichte, wenn ſie im Drange der Gefahr genöthigt war, eine irrende Dame zu werden, ſich feſter an einen unbekannten Aben⸗ teurer gehängt hat, als dies unumgänglich nothwendig war. Ein junger, hübſcher Burſche iſt auf einer langen, nächtlichen Reiſe immer eine mindeſtens eben ſo gefähr⸗ liche Begleitung, wie ein feindlicher Heide.“

Dieſe Worte waren offenbar in höchſt übler Laune geſprochen; wirklich war Elvira von Viana nie weniger in der Gunſt ihres Oheims geſtanden, als in dieſem Au⸗ genblicke, da er ſie, von deren Gegenwart er auf lange befreit zu ſein glaubte, ſo plötzlich wieder neben ſich ſah. Aber dieſe unverdiente Unfreundlichkeit rief Elvirens