Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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länger ſäumen, einen ſeiner Granden durch Deine Hand noch feſter an ſich und ſeinen Thron zu ketten. Dann biſt Du mir auf ewig entriſſen!“

„Nein, Arnold!“ verſetzte ſie.„Wenn ich nicht die Deinige werden kann, ſo ſoll auch kein anderer Mann mich beſitzen. Ich werde unvermählt bleiben und das An⸗ denken an Dich und an meine einzige Liebe ſoll mich un⸗ getrübt bis in das Grab geleiten!“

„Aber es geſchehen Wunder durch den Willen Got⸗ tes anderswo und hier in dieſem Lande!“ rief der junge Mann im bitterſten Weh.„Wenn es dennoch wäre, wenn ich den Sieg über alle dieſe aufgethürmten Hinderniſſe erränge; wenn dieſe ſtolzen Granden gezwungen werden könnten, mich in ihre Reihe aufzunehmen; wenn ich Dich zu gewinnen vermöchte— willſt Du dann Deine Hand in die Meine legen, dann den Bund unſerer Herzen noch einmal beſiegeln?“

„Wenn dies möglich wäre,“ ſprach Elvira leiſe und bebend, indem eine hohe Röthe ihre Wangen färbte und ihr Blick ſich vor der Glut des ſeinigen ſenkte,„ſo würde ich Dir als Dein Weib zum Altare folgen— Dein im Leben wie im Tode ſein!“

Ein Jubelruf tönte aus ſeinem Munde. Sie ließ es geſchehen, daß er ſie in ſeine Arme ſchloß und einen Kuß