Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Thiere zu dieſem zu führen und ihr Geſchirr am Kopfe zu löſen, während Elvira über den raſigen Grund bis an das Ende des Gebüſches ging. Sehr bald kehrte ſie zurück; Arnold trat ihr entgegen; der Hufſchlag einer Anzahl Roſſe wurde in der Ferne hörbar.

„Arnold,“ ſprach ſie,„es naht ein Haufen der Unſern. Ich habe die Farben von Arragonien erkannt. Wir wollen uns ihnen anſchließen. Unſere Irrfahrt wird hiermit beendet ſein.“

Eine tiefe Schwermuth blickte durch das Lächeln, welches ſie zu erzwingen ſuchte. Arnold verſtand ſie nur zu wohl. Faſt angſtvoll war ſein Ton, als er rief:

„So müſſen wir ſcheiden, Elvira, ſcheiden von un⸗ ſerer Liebe und von unſerm Glück? Es wird uns genom⸗ men, wenn andere Menſchen ſich zwiſchen uns drängen, die mir durch jedes Wort und jede Bewegung höhnend zurufen, daß ich nur der arme rangloſe Abenteurer bin, dem ſogar noch die Ritterwürde fehlt; daß es frecher Hochmuth ſein würde, wenn ich die Augen zu Dir er⸗ heben wollte!“

„Wir müſſen uns trennen!“ ſprach ſie dumpf. In dieſen wenigen Worten drückte ſie alle Qual aus, die auch ihre Seele erfüllte.

„Bald wirſt Du Dich Deinem Stande gemäß ver⸗ mählen,“ fuhr er außer ſich fort.„Der König wird nicht