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nes Beiſtandes bedurfte. Nur dann hatte ſein Arm ſie geſtützt und berührt, und ſo heiß ſeine Liebe war, ſo hatte er deren glühende Aeußerungen nicht wiederholt, ſeit deren Gegenſtand in ſeiner Ehre ihren einzigen Schutz fand, nachdem ſie den Kerkerthurm verlaſſen hatten.
Elvira hatte durch die eigenthümlichen Umſtände, unter denen ſie zuerſt Arnold geſehen, durch ſeine dabei gezeigte Furchtloſigkeit und Faſſung ſogleich ihr Intereſſe für ihn erregt gefühlt. Selbſt unter den Tauſenden, wel⸗ che das Gewühl des Lagerlebens einſchloß, hatte ſie ihn ſchon damals nicht ganz aus den Augen verloren. Dies Gefühl erhöhte ſich zu einer warmen, dankbaren Zunei⸗ gung, als er ſie von der gewaltthätigen Zudringlichkeit des verkleideten Maurenkönigs befreite. Seine dabei ihr geweihte Huldigung berührte ſie angenehm; doch blieb ihre Erwiederung immer nur jene herablaſſende Gunſt, welche eine Dame von fürſtlicher Abkunft einem Unter⸗ gebenen beweiſen konnte und durfte. Wieder ſah ſie ihn in dem nächſten entſcheidenden Momente ihres Lebens an ihrer Seite, immer in wandelloſer Treue bereit, für ſie und ihre Sicherheit das Seinige dahin zu geben. Es ſteigerte ſich die Wärme ihrer Empfindung jetzt ſo ſehr, daß ſie den Unterſchied vergaß, den die Verhältniſſe zwiſchen ihr und ihrem edelmüthigen Vertheidiger feſt⸗ ſtellten, und nur bemüht war, ihn von dem möglichen 1861. V. Columbus und ſeine Zeit. II. 12


