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gung lebte als eine beſtimmte Thatſache in ihnen und Keines zweifelte an dem Herzen des Andern. Elvira war von Anfang an für Arnold der Inbegriff ſo hoher Gei⸗ ſtesbildung geweſen wie die Königin Iſabella ſelbſt; ihre äußeren Vorzüge erregten ſeine Bewunderung nur zu lebendig. Sie hatte ihn an Tapferkeit und Edelmuth dem beſten Ritter des chriſtlichen Heeres gleich gefunden, und bemerkte nun mit freudiger Ueberraſchung, daß ſeine geiſtige Ausbildung diejenige vieler von ihnen weit über⸗ träfe. Alle jene innige Sympathie, welche Beide bis da⸗ hin in den Momenten der höchſten Aufregung gegenſeitig kund gegeben, befeſtigte ſich nun in den tauſend kleinen Einzelheiten des gemeinſamen, täglichen Lebens, und wir wollen nicht entſcheiden, ob ihre Gefühle ganz freudiger Natur waren, als ſie das Ende ihres irrenden Zuges, mit ihm aber auch das ihres engeren Beiſammenſeins vor ſich erblickten. Es umgab ſie indeſſen trotz dieſer nahen Beziehungen, trotz ihrer langen, vertrauten Unter⸗ haltungen, noch immer jene poeſievolle Romantik, welche dem Gegenſtande der Huldigung dieſe knieend darbrachte; welche eine Schleife oder eine Blume als höchſtes Zeichen der Gunſt betrachtete, und welche einen Handkuß für das größte Glück hielt, welches der Anbetung des Liebenden lohnen konnte. Es war alſo auch Arnold nur der Donna Elvira unmittelbar nahe getreten, wenn ſie wirklich ſei⸗


