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ein, um Dich mir zu erobern, holde Blume des Para⸗ dieſes!“
„Und Deine Hände triefen vom Blute der Mei⸗ nen!“ ſprach Elvira mit der Gebärde des Abſcheus.„Du hätteſt keinen Weg einſchlagen können, der Dich mir weniger liebenswürdig gezeigt hätte!“
„Es war ein Kampf auf dem Felde der Ehre,“ ſprach der König etwas gemäßigter,„wie er tauſendmal in dieſen Gegenden vorgefallen iſt. Du mußt an dieſe Gefechte und an ihre ritterlichen Herausforderungen ge⸗ wöhnt ſein, und es darf daher mein Sieg Deinen Zorn nicht zu ſehr erregen, denn das Glück der Schlachten iſt wandelbar.“
„Der Sieg der zehnfachen Uebermacht über Pilger, die auf einer frommen Wallfahrt begriffen waren,“ ſagte die Donna mit Bitterkeit.
„Was mißfällt Dir ſo ſehr in unſeren Einrichtun⸗ gen,“ fuhr Boabdil fort, plötzlich den Gegenſtand des Geſprächs verändernd,„daß Du Dich ſo hartnäckig ſträubſt, als die Erſte in den Kreis der mauriſchen Da⸗ men einzutreten?— Du weißt, daß unſere Frauen weit mehr Freiheit genießen als diejenigen der Gläubigen des Oſtens. Sie wohnen unſern Tournieren unverhüllt bei und theilen Preiſe an die tapferſten ritterlichen Hel⸗ den aus. Wir miſchen uns mit ihnen in den anmuthigen
1861. V. Columbus und ſeine Zeit. II. 4


