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eines wahren Chriſten geloben— ſo will ich Dir Dein Leben ſchenken.“
„Ich ſchwöre es bei dem Kreuze des Erlöſers, bei dem wahren Glauben eines Chriſten!“ ſprach Arnold, vor welchem plötzlich die Lebenshoffnung mit allen glän⸗ zenden Bildern von Ruhm und Liebesglück wieder auf⸗ ſtieg.„Nie ſoll ein Wort von mir verrathen, daß ich in dieſer Stunde hier war.“
„Willſt Du Dich im tiefſten Schweigen von hier entfernen und allen meinen Weiſungen folgen, bis Du wieder in Deiner Behauſung biſt?“
„Ich gelobe auch dies!“ antwortete Arnold ſchnell.
„So ſtehe auf und folge mir.“
Reduan Benegas zog nun erſt ſeine Dolchſpitze von dem Halſe des Beſiegten, ließ deſſen Hände frei, die er mit der einen Hand wie mit einer eiſernen Krampe feſtgehalten hatte, zog ſein Knie von deſſen Bruſt und ſtand auf. Auch Arnold war ſogleich wieder auf ſeinen Füßen.
„Warte,“ ſagte der Maure,„ich will ſehen, ob wir dieſen Ausgang zur Rechten ungefährdet paſſiren können; auch der Schleier wird noch dort liegen.“
Er ging einige Schritte ſeitwärts und blieb auf einige Sekunden Arnold's Augen unſichtbar. Die mau⸗ riſche Dame war anfangs mit allen Zeichen der Angſt


