„Ich habe mit dem Sultan ſelbſt gekämpft und wurde zuletzt durch einen Pfeilſchuß verwundet, worauf man mich in die Alhambra geführt hat.“
„Was ſuchſt Du hier in den Gärten?“ fragte der Sarazene.
„Ich habe gewünſcht, mir irgend eine Kunde von jener chriſtlichen Dame gu verſchaffen, die mit mir ge⸗ fangen wurde. Meine Wächter und Pfleger haben keine meiner Fragen beantwortet.“
„Du haſt Dein Leben leichtſinnig auf's Spiel ge⸗ ſetzt,“ ſagte Benegas, deſſen dunkles Antlitz noch immer leicht gefurcht war.
„Ich bin in Deiner Gewalt,“ ſprach der junge Mann gefaßt.„Gieb mir den raſchen Tod eines ehr⸗ lichen Kämpfers!“
Anſtatt aber dieſer kurzen Aufforderung Folge zu leiſten, ſagte der Maure:
„Willſt Du beim Kreuze Chriſti ſchwören, daß Du keinem Menſchen auf der Erde etwas von der Unter⸗ redung, die Du gehört, mittheilen willſt? Daß Du Nie⸗ mandem, wer es auch ſei, etwas von dieſer Scene, deren Zuſchauer Du geweſen biſt, durch Wort oder Zeichen kund geben wirſt? Willſt Du ſie gänzlich aus Deiner Er⸗ innerung verlöſchen und mir dies Alles bei dem Glauben


