Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Spende hat er eingewilligt, dieſe Balkonthür für eine kurze Weile zu öffnen. Du ſiehſt, daß ich unwürdig be⸗ handelt werde, denn ich habe dem Könige keinen wirklichen Grund zur Beſchwerde gegeben und war ſeit den Tagen ſeiner erſten Jugend ſeine treue Gattin.“

„Du ſprichſt die Wahrheit,“ ſagte der Maure, „Dein Mund redet goldene Worte.“

„So gehe denn zu den Zegris, Reduan, und un⸗ terrichte ſie von der unwürdigen Behandlung, die ich er⸗ dulden muß. Mögen ſie zum Sultan gehen und von ihm fordern, daß er ihre Schweſter wieder in ihre Rechte einſetze.“

„Dein Wille ſoll geſchehen, Troſt der Gläubigen!“ verſetzte Benegas.

„Wende mein ſchmähliches Loos! Ich baue auf Dich, Reduan. Die Schönheit ruft die Tapferkeit!— Nimm dies Zeichen und bringe es den Meinen; ſie wer⸗ den es wiedererkennen.“

Sie reichte ihm ein goldenes Stirnband, in deſſen Mitte ein Rubin ſtrahlte, und ſchlug dabei ihren Schleier zurück, als wolle ſie durch die Enthüllung ihres Antlitzes die Wirkung ihrer Worte noch erhöhen. Das üppige, ſchwarze Haar war mit Perlenſchnüren durchwunden. Die fein geſchnittenen, etwas vollen Züge wurden durch die brennenden, dunkeln Augen und durch die weißen Zähne