Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Sultanin, womit ich Dir dienen ſoll. Mein Leben und mein Blut iſt das Deinige, wie Du weißt.“

„Die Tochter Aliatai's, des großen Zegri, ſpricht zu Dir. Er hatte mich unter Deinen Schutz geſtellt, ehe er in Lora unter dem Schwert der Ungläubigen fiel und ehe mein Gemahl Boabdil in die Gefangenſchaft des Königs Fernando gerietht Du geleiteteſt mich nach Ma⸗ laga zu El Zagal, und zurück zu Boabdil, als er befreit war. Stets warſt Du meine zuverläſſigſte Stütze— mehr als Der, den ich meinen Gatten nenne. Er hat eine ge⸗ fangene Chriſtin mit ſich gebracht.“

„Ich weiß es, Herrin,“ verſetzte Reduan.„Sie fiel auf dem Schlachtfelde in ſeine Hände.“

„Sie wird,“ fuhr ſie fort,„nicht gleich den übrigen erbeuteten Chriſtinnen wie eine Sklavin behandelt, ſon⸗ dern iſt in die Gemächer der Sultanin gebracht worden. Der König ſpricht, daß ſie fortan die Gebieterin des Harems ſein und daß man ſie als die erſte Sultanin verehren ſoll.“

„Ha!“ rief er leiſe,„ſo will er ſie zu ſeinem recht⸗ mäßigen Weibe, zur Königin von Granada machen?“

„Und mich,“ ſprach Zoraha weiter,„ließ er gleich nach ſeiner Heimkehr in dies Gebände bringen. Seine Thüren ſind geſchloſſen, ſeine Fenſter vergittert. Osman iſt mein Hüther, und nur für eine abermalige goldene