Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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nur dann und wann von leiſen Lüften geſtört, die, von den Gipfeln der Schneeberge herabkommend, in den duftenden Blättern der Citronen⸗ und Granatbäume rauſchten; oder von dem Geplätſcher der Waſſerfälle, die melodiſch in den Gärten und auf den freien Plätzen ſpielten. Er gelangte auf einen grünen Raſen, der von buntfarbigen Blumen bedeckt war, die jedoch jetzt ihre Kelche geſchloſſen hatten; auch Laubgänge mit dichten, üppigen Zweigen beſchatteten ihn. Ein Balkon ging hier von einer Mauer aus auf den Platz heraus. Eine Fülle von Roſen und Schlingpflanzen erhob ſich unter ihm; Gitterfenſter waren über dem Altan zu erblicken. Im Begriff, ſeitwärts unter den hochſtämmigen Roſenhecken hervorzutreten, bemerkte Arnold, daß ein anderer Mann von der entgegengeſetzten Seite herankam. Dieſer richtete ſeine Blicke auf die Bal⸗ konthüre, als warte er auf irgend ein Zeichen von dort. Endlich öffnete ſie ſich und eine verſchleierte Frauen⸗ geſtalt trat heraus. Arnold's Herz pochte, doch gab er der Stimme der Klugheit Gehör, die ihm gebot, ſich im Hintergrunde zu halten. Konnte dieſe Frau Elvira ſein? Das Mondlicht ſtrahlte mit Tageshelle; er konnte daher alle ihre For⸗ men genau unterſcheiden. Doch ſchien es ihm, als wenn die Dame nicht ſo groß und weniger ſchlank als Elvira ſei. Die Geſtalt des Mannes kam ihm bekannt vor. Dieſer