Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ſpenſtern, wenn ſie endlich der erobernde Arm der Chri⸗ ſten daraus befreite. Arnold dagegen befand ſich in einem zwar nicht großen, jedoch ziemlich bequem ausgeſtatteten Gemache, wurde gut von ſeinen dunkeln Wärtern ver⸗ pflegt und erhielt ſogar die Erlaubniß, ziemlich ungehin⸗ dert im Innern der Alhambra und in deren Umgebungen herumgehen zu dürfen.

Jener ſo viel beſungene und oft erwähnte Sitz der Maurenherrſchaft hatte für den jungen Mann Intereſſe genug, um ihn dieſe Erlaubniß willkommen heißen zu laſſen. Seine für die damalige Zeit umfaſſende Bildung erhob ihn über die gewöhnliche Stufe des Geſichtskreiſes ſeiner Standesgenoſſen, und er war daher den poetiſchen Eindrücken keineswegs unzugänglich, die ſich ihm hier auf ſo manchen Punkten boten. Ein dringenderer Grund für dieſe Streifereien war jedoch die Hoffnung, irgendwo eine Spur von Elvira zu finden, oder zu erfahren, ob ſie ſeiner Dienſte auf irgend eine Weiſe bedürfen könne. Dies Letztere hielt er nur für zu leicht möglich. Bei dem Schein des Mondes, der eines Abends ſchon früh am tiefblauen Himmel ſtand, ſuchte er auf der von der Al⸗ hambra gekrönten Anhöhe die verborgenſten Pfade in der Nähe der Gebäude auf, die von dem Sultan und ſeiner Familie bewohnt wurden. Er ſandte ſein Auge nach allen Richtungen. Die tiefe Stille ringsum wurde