Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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deſſen Daſein ihm jetzt faſt eben ſo ſeltſam vorkommt, wie die wunderbaren Erfindungen in ſeinen mährchenhaf⸗ ten Geſchichten. Ueberall auch auf der iberiſchen Halbinſel der traurige Gegenſatz des glorreichen Sonſt mit dem unbefriedigenden Jetzt.

Der Reſt des mauriſchen Königreichs war durch die im Innern herrſchenden Parteiungen in den letzten Jahren unter zwei Herrſcher getheilt. Bvabdil el Chüo (der Kleine) erhielt dieſen Beinamen von den arabiſchen Geſchichtſchreibern, weil er ſehr jung zur Regierung ge⸗ langte. Er herrſchte in dem nördlichen Theil des Reiches und hatte ſeinen Sitz in Granada. Sein Oheim El Za⸗ gal gebot im Süden und reſidirte in Malaga. Dieſe reiche Handelsſtadt war indeſſen von den ſiegreichen Waffen der Spanier bezwungen worden. El Zagal hatte Frieden mit ihnen geſchloſſen und ſich als ihr Vaſall auf einen Landſitz im Gebirge zurückgezogen. Dieſen ver⸗ ließ er jedoch wieder und ging mit einer reichen Geld⸗ entſchädigung nach Afrika, um in der Geſellſchaft ſeiner heimiſchen Stämme ſeine Tage zu beſchließen. Ein feſter mauriſcher Platz nach dem andern fiel in die Hände der Chriſten. Die von Iſabella herberufenen Handwerker und Kriegsbaumeiſter mußten Kanonen, Kugeln und Pulver verfertigen; auch von auswärts wurde dieſes eingeführt. Die nach unſerm heutigen Dafürhalten ſehr ungeſchick⸗