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gend einer Gefahr unterziehet!“ rief Arnold noch immer abwehrend.„Das Gift, das man mir eingeflößt hat, darf nie von Euch berührt werden!“
„Es iſt nur in der Verwundung gefährlich, nicht für Denjenigen, der es nur bis an ſeine Lippen bringt,“ verſetzte ſie.„Laß mich gewähren!“
„Nein!“ rief Arnold wieder;„wenn ich gerettet werden kann, ſo werden ſich hier andere Lippen zu dieſer Dienſtleiſtung bieten, als die Euren. Irgend einer dieſer Krieger wird ſich vielleicht dazu willig finden, wenn ich ihn deshalb anrufe.“
„Thue dies nicht!“ ſprach Elvira angſtvoll.„Wir wiſſen, wie ſchlecht gewöhnlich die gefangenen Chriſten von dieſen Feinden des Kreuzes behandelt werden. Man würde Deine Bitten verachten, und wenn es nicht geſchähe, Dir doch auf keinen Fall die nöthige Sorgfalt erweiſen. Ar⸗ nold,“ fuhr ſie leiſe fort, als er noch immer zögerte,„willſt Du mir die dringendſte Bitte abſchlagen, die ich jemals an Dich richten könnte— die erſte, welche Du von mir hörſt?“
Er vermochte dieſem ſanften, flehenden Ton nicht länger zu widerſtehen und ließ ſie endlich gewähren. Hoch ſchlug ſein Herz, als er ſie ihren Pilgerhut abnehmen ſah, ihre Lippen an ſeiner Schulter, ihr Antlitz auf dieſer ru⸗ hen fühlte. Sie vollbrachte die ganze Handlung mit der Geduld und Emſigkeit des ſorgſamſten Wundarztes. Dann


