Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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konnte. Dann wieder wand ſich der Weg um ſchroffe Ab⸗ gründe ohne eine Lehne, die einen Schutz vor der ge⸗ waltigen Tiefe hätte geben können, und führte in düſtere und geführliche Schluchten. Einige Male auch nahten ſich lange Züge von Maulthieren mit ihren Treibern und mit einer militairiſchen Eskorte, welche Lebensmittel, Kriegsbedürfniſſe oder Baumaterialien in's Lager ſchaffen ſollten. Man hörte ſchon in der Ferne die Glocken der vordern Maulthiere, deren einfache Melodie die Stille der luftigen Höhen unterbrachen, oder auch die Stimmen der Treiber, welche träge Thiere antrieben und alte Balla⸗ den ſangen. Endlich gewahrte man die theils kriegeriſch, theils friedlich ausgerüſteten Haufen, wie ſie ſich langſam durch den Felſenpfad wanden; manchmal ſtiegen ſie ſteile Klippen herab, ſo daß ihre Geſtalten vollſtändig zu er⸗ tennen waren, bald auch klimmten ſie aus den tiefen Klüften herauf. Kamen ſie näher, ſo unterſchied man ihre bunten Ausſchmückungen von wollenen Bändern, Qua⸗ ſten und Satteldecken, und die ſcharfen Lanzen und Schwerter, ſo wie die ledernen Gurte, die eiſernen Pan⸗ zerhemde und die Helme der unter ihnen befindlichen Krie⸗ ger. Dann wieder gelangten ſie durch ein enges Thal, und plötzlich überraſchte ſie ein rauhes Gebrüll. Arnold er⸗ hob den Blick und bemerkte über ſich auf der grünen Fläche an der Seite eines Felſens eine Heerde Stiere,