Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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von indianiſchen Feigen und von Maulbeer⸗ und Alve⸗ ſtauden unterbrachen. Zwiſchen ihnen zitterte, von küh⸗ lem Winde bewegt, zierlich das Graugrün der Oliven. Hier und da gewahrte man das Dunkelgrün des Lor⸗ beers und glänzende Myrthenkronen, während der Ole⸗ ander an den Gewäſſern emporſprießte. Dann wieder erhoben große, baumloſe Bergketten ihre Marmorſtir⸗ nen; ihre ſonneverbrannten Gipfel zeichneten ſich kraß gegen den tiefblauen Himmel ab. Der Zug mußte ſich theilweiſe durch die wilden Päſſe dieſer Gebirge bewegen. Arnold gewahrte hin und wieder ummauerte Städte und Burgen, die wie Adlerneſter an den Klippen hingen und von mauriſchen Zinnen umgeben, wenn auch meiſtens jetzt in der Gewalt der Chriſten waren. Zuweilen auch

mußten die Männer abſteigen und ihre Roſſe die ſteilen

Pfade auf und nieder führen, die den zertrümmerten Stufen einer Wendeltreppe glichen, während die Damen blieben, ſich auf den ſicheren Fuß ihrer Maulthiere verlaſſend. Die ſie zunächſt umgebenden Ritter ermangel⸗ ten alsdann nicht, die Zügel ihrer eigenen Thiere ihren Knappen oder Dienſtmannen zu übergeben, und ſelbſt die⸗ jenigen der Maulthiere zu ergreifen, um neben dieſen hergehend die Damen ſicher zu geleiten. Nie ließ Don Gonſalvo es ſich nehmen, auf dieſe Weiſe der Königin ſeinen Arm zu leihen, ſobald ſie dieſer Hilfe bedürfen 2

1861. IV. Columbus unt ſeine Zeit. I. 12