Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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Nie werde ich den Armen der Bootsknechte eine ſo hochtheure Laſt überlaſſen, wenn die meinigen im Stande ſind, meine Herrin durch Sturm oder Fluth zu tragen.

Aber Du haſt Deinen Gallaanzug durchnäßt, Gonſalvv. Er wird verdorben ſein, ſagte die Dame lächelnd.

Ich fühle weder Näſſe noch Kälte, wenn ich im Stande bin, der glorreichen Iſabella einen Ritterdienſt zu leiſten, lautete die ſchnelle Antwort.

Der Redende trug ſie nun mit aller der che⸗ valeresken Artigkeit und Rückſicht, welche jede ſeiner Be⸗ wegungen und Worte charakteriſirten, hoch über die Flu⸗ then bis an das Ufer. Die übrigen Damen und Herren folgten auf die nämliche Weiſe in den Armen der Schif⸗ fer, bis endlich die ganze Geſellſchaft glücklich auf's Tro⸗ ckene gelangt war. 6

Einige der am Lande wartenden Herren hatten ihre Häupter entblößt und verbeugten ſich tief; die erſte Dame antwortete mit einem leichten Nicken. Andere nahmen erſt zur Erwiederung dieſer Begrüßung ihre Baretts ab und ſetzten ſie bald wieder auf. Sie wechſelte mit mehreren einige kurze Reden und nahte ſich dann am Arm des durchnäßten Ritters einer Reihe von reich angeſchirrten Maulthieren, welche man für ſie und ihr Gefolge bereit gehalten hatte. Ein knieender Edelknabe hielt ihr den