Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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gen ſie zu Portsmouth an Bord, um ſich nach Cape Cvaſt zu begeben. Welch neue Welt beſtürmte nun die Seele Letitia's, als das Schiff ſie dem Lande ihrer Wünſche entgegen trug! In ſüßer Wehmuth ſchlang ſich aber ein nicht zu bewältigendes Heim⸗ weh durch alle Freuden, welche das Anſchauen des Meeres und ſeiner Wunder bot; dies erkennt man aus ihren Gedichten:an den Polarſtern und die Nacht auf der See. Letzteres iſt in meiſter⸗ hafter Uebertragung durch L. v. Plönnies in Deutſch⸗ land bekannt geworden. Letitia klagt, daß die dunkle Woge, die das Schiff umſpiele, ſie ſtets weiter von ihren Freunden wegtrage, daß erſt jetzt, wo ſie ein⸗ ſam wache, ihr Herz fühle, mit welcher Liebe es für alte Erinnerungen erfüllt ſei. Mir ſcheinen fremd ſogar des Himmels Sterne, Geh'n jenſeits ſie der Schattenſegel auf; Blickt doch mit mir zugleich nach jener Ferne Kein theures Aug' zu ihrem Strahl hinauf. Sie ſcheinen dort nicht, wie ſie hier mir ſcheinen, Die Stunden ſelbſt ſind anders. Schlafet Ihr? Schon weicht die Mitternacht vom Pfühl der Meinen, So laſſ' der Traum Euch doch ein Bild von mir. Ihr, meine Freunde fern, Denkt Ihr nicht mein? An Euch gedenk' ich gern. Die neuen Wunder, welche eine weite Meerfahrt dem poetiſchen Gemüthe aufſchließt, umringen ſie; ſie überläßt ſich ihrer Betrachtung auf kurze Au⸗ genblicke, ach! nur um wieder zu den Bildern der Heimath zurückzukehren.