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Die Luft iſt unbelebt, die Wellen wiegen
Geſchöpfe, furchtbar, ſeltſam, ſtark und groß,
Der Schwertfiſch und der Hai zieh'n aus zu kriegen, Denn üherall herrſcht Kampf im Flutenſchoos.
Der Inſel gleich, die ſich dem Meer' entringet, Zieht ein gigantiſcher Wallfiſch auf der Flut,
Ein Silberquell dem Rieſenhaupt entſpringet,
Den Märchenquellen gleich an Zauberglut.
Ihr, meine Freunde fern,
Mit Euch las ich die Feenmährchen gern.
Das dunkle Segel ſcheint ſich zu beleben,
Weil Luna es umfließt mit heller Pracht,
Ich ſeh' aus Wolkenſchleiern ſich erheben
Die holde, ſanfte Herrſcherin der Nacht.
Bleich, wie die junge Königin vom Schimmer
Von tiefem, glühendem Gefühl erſcheint;
Doch ihren Glanz durchbricht die Liebe immer,
Und wer ſie ſchaut in ihrer Schönheit, weint.
Ihr, meine Freunde fern,
Denkt Ihr denn mein? Ich denk' an Euch ſo gern! So mahlt Alles in ihrer Umgebung ihr der Hei⸗ math theures Bild, man weiß nicht, ob mit mehr Schmerz oder mit Luſt ſie am Schluſſe des ergrei⸗ fenden Gedichtes ſagt:
Im Mondlicht kann ich einen Strich entdecken,
Um den mein Blick ſich heut' umſonſt gemüht,
Sinds wohl nur Wolken, welche täuſchend necken
Des Wächters Blick, der in die Ferne ſieht?
Bekannt iſt jeder Punkt des Schiffers Auge,
Fern auf gethürmten Wogen liegt ihr Strand,
Das Schiff eilt hin, beſchwingt vom friſchem Hauche,
Sein Ziel iſt da.— Wir ſehen morgen Land!
Am erſten Auguſt landeten ſie. Sorge und Schwer⸗ muth ſchien jetzt vergeſſen. Sie beſchreibt ihren hei⸗


