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mer zu enge und ſie eilte auch bei üblem Wetter in den Garten oder ſuchte auf einem weitern Gange ſich zu erholen. Mehr und mehr nahmen ihre Poe⸗ ſieen einen ſchwermüthigen Charakter an. Sie glaubte dies entſchuldigt: Ich habe ſagen hören, meine Schriften ſeyen zu melancholiſch. Wie kann dies ein Vorwurf ſeyn, wenn ſie wahr ſind? Und daß ſie das ſind, dafür bürgt mir die Sympathie Anderer und meine eigene Erfahrung. Wenn ich jenen Zuſtand moraliſcher Ermüdung ſchildere, wo das Herz öde iſt gleich einer zerſtörten und verlaſ⸗ ſenen Stadt, wo der beflügelte Schritt der Freude und die ſiebenſaitige Leyer der Hoffnung aufhören, einander zu antworten; wo das Glück kalt und todt auf ſeiner eigenen Schwelle liegt; wo grauer Staub über Alles ſich breitet und nichts die Ausſicht zu neuem Aufleben bietet— wenn ich dies geſchildert, ſo geſchah es nur, weil ich es zu genau kenne. —— Im Herbſt 1836 ſah Letitia im Hauſe einer gemeinſchaftlichen Freundin zum Erſtenmal ihren nachherigen Gatten, Mr. George Maclean, welcher zwar noch jung, doch ſchon zum Gouverneur von Cape Coaſt Caſtle ernannt war. Afrika blieb der Brennpunkt ihrer Unterhaltung, wie Desdemona gewann ſie ihn lieb um Alles, was er zu erzählen wußte, und ſein Herz lebte für ſie auf, weil ſie ſei⸗ nen Schilderungen ein ſo entzücktes Ohr lieh. Im Juni 1838 vermählten ſie ſich, Anfangs Juli gien⸗


