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nug, den aufgehenden Ruhm der Tochter zu begrüſ⸗ ſen; er verließ ſie im Kampfe mit all den Schwie⸗ rigkeiten, welche eine junge Schriftſtellerin umringen, die von Manchen verehrt und bewundert, von An⸗ dern beneidet und verläſtert wird. Zur Ehre Leti⸗ tia's muß ich bemerken, daß ſie die goldenen Früchte ihrer Poeſie meiſtens zur Erhaltung und Unterſtütz⸗ ung ihrer Familie, beſonders ihres Bruders anwen⸗ dete, bis dieſer ein Amt erhielt. Sie ſchloß man⸗ cherlei literariſche Bekanntſchaften und Freundſchaften, ihr Umgang war ſehr geſucht, da ihre Unterhaltung nicht minder anzog, als ihre poetiſchen Talente, und ihr Urtheil über das Alterthum, den Einfluß eines Genius auf ſeine Zeit, die Sitten und Gebräuche der fernſten Länder nicht ſelten die tiefſten Denker überraſchen mußte.— Miß Landon konnte nicht für eine Schönheit im ſtrengen Sinne gelten; nur ihr Auge gab dem Geſicht einen unwiderſtehlichen Aus⸗ druck; ihr Blick war geiſtvoll und ſcharf, die Ge⸗ ſtalt ſchlank und wohlgebaut, das Haar ſchwarz; das dunkle Auge blitzte oft lebhaft auf und gab den bezaubernden Mienen ſo viel Anziehendes, wie man es nur ſelten bei Frauen antrifft, die nicht gerade bewunderte Schönheiten ſind. Ihr zarter Körper⸗ bau ſetzte ſie manchen Leiden aus, vorzüglich quälten ſie krampfhafte Anfälle, deren Urſache nicht erforſcht ward und die vermuthlich in ihrem erregbaren Ner⸗ venleben begründet lagen. Dann wurde ihr das Zim⸗


