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bleibt, wenn nicht ein finſterer Dämon ihnen ſtatt der Prieſterlampe die Todesfackel in die Hand ſpielt, deren düſterrothes Licht ſie verblendet! Kein Dichter hat vielleicht jemals ſo viele geiſtvolle Frauen um ſich geſchaart wie Göthe— und doch kannte er die Liebe nicht, wie ſie; wenigſtens jener Göthe, deſſen pvetiſche Werke ſie mit ſolcher Begeiſterung aufnah⸗ men. Ungern verſagen wir uns, neben Bettina auch noch Rahel von Enſe und Stieglitz beſonders zu ſchildern.
Eliſabeth von Arnim, gewöhnlich Bettina oder Bettina Brentano genannt, iſt 1785 zu Frankfurt am Main geboren. Ihr Bruder war der Dichter Clemens Brentano, welcher 1842 zu Aſchaffenburg ſtarb. Bald in ihrer Geburtsſtadt, bald in einem Kloſter, bald bei Verwandten in Offenbach und Marburg verlebte ſie ihre Jugendjahre. Ein ge⸗ niales, muthwilliges Kind erhielt ſie die meiſte Bil⸗ dung durch ſich ſelbſt. Naturſchwärmerei iſt ein überwiegender Zug ihrer Jugend; ſie lernte die Natur in ihrem Leiden und das„Seufzen der Crea⸗ tur“ frühe kennen. So läßt ſie der Dichter ſprechen, der ihren Kindesworten nur der Verſe Zauberſchmelz verlieh:
Auf tiefnächtlichem vj in des Mondlichts Scheine, die langen Traubengänge dahin dem Rhein zu wandelt' ich einſam,
Lehnte mich über die Mauer und blickte hinaus in die Rheinflut.


