Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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Kraft und das Bedürfniß, von außen her und von Andern zu entlehnen, was fehlte und nicht ſelbſt er⸗ ſetzt werden konnte. Aber nur verwandte Geiſter

borgten ihr dieſe Kraft, Andere ſtörten und hinderten

ſie, was ſie einſt äußerte, als Kerner ſie mit der Herzgrube ſehen ließ. Sie ſchrieb:

Gedankenſpiel!

Du führſt mich vom Ziel!

Mein Ahnungsvermögen iſt fein,

Doch wirkt der Gedanke des Andern ein. Unter fremden Gedanken

Von irdiſchem Gewühl,

Bleibt lange im Wanken

Das geiſt'ge Gefühl.

Eigenthümlich waren ihre magnetiſchen Träumez er⸗ wachte ſie daraus, ſo blieb ihr gegenwärtig, was ſie geträumt; ſie ſprach laut und mit Ausdruck; ſie führte den Traum dramatiſch ſelbſt auf und ſprach feierlich und langſam. Einſt richtete ſie ſich mit geſchloſſenen Augen im Bette auf und ſprach:

Wie bin ich ſo traurig! Die Hoffnung will ſinken, Nichts kann mich erheitern, Nichts kann mich erfreu'n! Warum? o ich fühle

Die Schwäche des Körpers! Doch will ich nicht zagen, Du Vater der Liebe,

Hör' an meine Klagen! Ich weiß, daß du höreſt Ein kindliches Flehn!