Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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niger Beſchwichtigung ihrer Schmerzen zu entdecken. Wir brechen hiermit die Schilderung ihres äußeren Lebens ab und ſehen nach der Poeſie der innern Anſchauungen, die ihr geworden. Man hatte ſie zuletzt wieder von Weinsberg nach Löwenſtein zu⸗ rückgebracht, wo ſie am 5. Auguſt 1829 endlich ſtarb, nachdem ſie das Vorgefühl der Auflöſung ſchon mehrmals gehabt und im eigentlichſten Verſtande den Tod vft empfunden hatte. Wunderbar war ihr gei⸗ ſtiges Sehen. Im rechten Auge eines Menſchen er⸗ blickte ſie hinter ihrem ſich abſpiegelnden Bilde noch ein Bild herausſchauen, das aber weder ihrem Bilde glich, noch vollkommen dem Bilde desjenigen, in deſ⸗ ſen Auge ſie ſahz der innere Menſch trat ihr gleich⸗ ſam im Bilde verkörpert entgegen. Das Auge man⸗ ches Menſchen ſetzte ſie daher bald in ſchlafwachen Zuſtand, z. B. Diecks Auge; ohne daß ſie wußte, wer er war, wie ſie auch nie etwas von ihm gele⸗ ſen hatte. Mit vielen geiſtig ausgezeichneten Men⸗ ſchen z. B. Sokrates, Taſſo u. a. behauptete Frie⸗ drike, unter der Leitung eines Dämon zu ſtehen, von wel⸗ chem ſie indeſſen nie ohne tiefes Wehgefühl ſprach. Weiſ⸗ ſagende Träume verkündigten ihr Krankheit und Un⸗ glücksfälle der Ihrigen. Ja, in entſcheidenden Mo⸗ menten trat ihr Geiſt aus ſich ſelbſt heraus, um in entfernten Orten hörbar zu werden. Dadurch daß ihr Geiſt fortwährend nur nach Innen thätig ſeyn wollte, entſtand ein fühlbarer Mangel an organiſcher