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erträglich. Jetzt hatte ſie auch zuerſt die Erſchei⸗ nung des ſogenannten zweiten Geſichts, die bei den Schotten ſo häufig vorkommt. Man ließ ſtatt des Arztes einen Teufelsbanner kommen, deſſen Mittel und Gegenwart jedoch nur ſchlimm auf ſie einwirkte. Im November 1826 brachten ihre Angehörigen die rettungslos Aufgegebene zu J. Kerner nach Weins⸗ berg, welcher ſie anfangs hart angieng, ihr erklärte, er wolle gar nicht wiſſen, was ſie im Schlafe ſpräche und ihr ſomnambüles Weſen, das zum Jammer ih⸗ rer Familie ſchon ſo lange angedauert, müſſe nun endlich aufhören. Er wollte, noch nicht genau mit ihrem innern Zuſtande bekannt, einen feſten Willen hervorrufen und durch ihn vom Gehirn aus die krankhaften Störungen der andern Syſteme un⸗ terdrücken. Doch wirkten auch die kleinſten Gaben von Arzeneimitteln immer das Gegentheil von dem, was man bezweckte. Kerner hatte viele Wochen lang eine rein ärztliche und pſychiſche Behandlung ohne günſtigen Erfolg, ja zum Schaden der Kranken ver⸗ ſucht; er erkannte jetzt, daß ihr innerer Arzt, der immer um ihre Heilung beſchäftigt war, ihn zur Anerkennung zwinge und ſein Bemühen blieb von da an, ſoweit es der Laie begreift, nur dahin gerichtet, die Ausſtrahlungen ihres geiſtigen und ſeeliſchen Le⸗ bens ſich ſoweit klar zu machen, als dies dem Men⸗ ſchen möglich wird, um in dieſen Kreiſen ſelbſt die Mittel entweder zu ihrer Heilung oder doch zu ei⸗


