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beſah, blieb Luiſe zurück und ſchrieb auf ein Blatt am Schreibtiſche ihres Vaters: Mein geliebter Va⸗ ter! Wie glücklich bin ich heute, als Ihre Tochter, und als die Gattin des beſten der Männer!— Dies war am 28. Juni 1810. Schon Tags da⸗ rauf erkrankte ſie ernſtlich. Doch ſchien nach einigen Tagen die Gefahr vorüber, ſo daß Friedrich Wil⸗ helm nach Berlin zurückreiſte. Aber ihr Leiden ward gefährlicher; das große Herz begann in heftigen Stürmen zu brechen. Mit himmliſcher Faſſung ver⸗ ſchied ſie in den Armen ihres Gemahls, umgeben von einer tieferſchütterten Familie. Charlottenburg war ihr Lieblingsaufenthalt geweſen, dort ruhen ihre Gebeine. Ueber dem Grabe erhebt ſich ihr Marmorbild, das ſie ſchlummernd darſtellt, ein Mei⸗ ſterwerk des Bildhauers Rauch zu Berlin. Theo⸗ dor Körner feierte dies Denkmal in dem Sonette:
Du ſchläfſt ſo ſanft!— Die ſtillen Züge hauchen Noch deines Lebens ſchöne Träume wieder; Der Schlummer nur ſenkt ſeine Flügel nieder, Und heil'ger Friede ſchließt die klaren Augen.
So ſchlummre fort, bis deines Volkes Brüder, Wenn Flammenzeichen von den Bergen rauchen, Mit Gott verſöhnt die roſt'gen Schwerter brauchen, Das Leben opfernd für die höchſten Güter.
Tief führt der Herr durch Nacht und durch Verderben; So ſollen wir im Kampf das Heil erwerben, Daß unſre Enkel freie Männer ſterben.


