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noch damals Luiſe im Buſen trug, das beweiſt ein Brief an ihren Vater, den ſie am 17. Juni 1807 — alſo drei Tage nach der Schlacht von Friedland! — aus Memel ſchrieb:— Mit der innigſten Rührung und unter Thränen der dankbarſten Zärtlichkeit habe ich Ihren Brief vom Monat April geleſen. Wie ſoll ich Ihnen danken, beſter, zärtlichſter Vater, für die vielen Beweiſe Ihrer Liebe, Ihrer Huld, Ihrer un⸗ beſchreiblichen Vatergüte! Welcher Troſt iſt dieſes nicht für mich in meinem Leiden und welche Stärkung! Wenn man ſo geliebt wird, kann man nicht ganz unglücklich ſeyn. Es iſt wieder aufs Neue ein ungeheueres Ungemach über uns ge⸗ kommen, und wir ſtehen auf dem Punkt, das König⸗ reich zu verlaſſen. Bedenken Sie, wie mir dabei iſt; doch bei Gott beſchwöre ich Sie, verkennen Sie Ihre Tochter nicht! Glauben Sie ja nicht, daß Kleinmuth mein Haupt beugt. Zwei Hauptgründe habe ich, die mich über Alles erheben; der erſte iſt der Gedanke: wir ſind kein Spiel des blin⸗ den Zufalls, ſondern wir ſtehen in Got⸗ tes Hand, und die Vorſehung leitet uns; der zweite: wir gehen mit Ehreunter. Der König hat bewieſen, daß er nicht Schande, ſondern Ehre will. Preußen wollte nicht freiwillig Sklavenketten tragen. Auch nicht einen Schritt hat der König anders handeln können, ohne ſeinem Charakter ungetreu und an ſeinem Volke Verräther


