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Preußen, führte ſelbſt ein Heer anz ihn begleiteten
zwei Söhne, deren älteſter, der Kronprinz Friedrich
Wilhelm, damals in Frankfurt Luiſen kennen lernte, welche von einem Beſuche bei ihrer Schweſter zu Hildburghauſen wieder nach Darmſtadt zurückkehren wollte. Von dem Könige zur Abendtafel eingeladen blieben die Schweſtern, und der Kronprinz faßte ſogleich beim erſten Anblick eine innige Neigung für Luiſen. Im April verlobten ſie ſich zu Darmſtadt und der König ließ es ſich nicht nehmen, ſelbſt den Wechſel der Ringe zu verrichten. Die Unruhen des Krieges hinderten die Vermählung noch bis zum 4. Dezember 1793, wo ſie zwar mit großer Pracht, aber zugleich in einer Art vollzogen wurde, daß die Königsfamilie das reizende Bild häuslichen Glückes und inniger Liebe darſtellte. Am 15. Oktober 1795 erhielt Luiſe ihren erſten Sohn Friedrich Wilhelm, den jetzigen König von Preußen; die ſüßen Pflichten einer
Mutter vermehrten nur ihr Glück. Ihr Schwiegerva⸗
ter, der ſie ſo zärtlich liebte, ſtarb am 16. November 1797 und ſein Tod rief das beglückte Paar auf den Thron. Sie hatte bisher ſchon alle ihre Unterthanen durch Huld und Herablaſſung, durch Wohlthätigkeit und Sanftmuth gewonnen und man gab ſich daher den ſchönſten Hoffnungen hin. Der neue Regent wollte ſich in ſeinen angeſtammten Ländern huldigen laſſen und zu dieſem Zwecke zuerſt nach Königsberg gehen. Luiſe begleitete ihn. Kaum konnten ſich die


