Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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ſtörbar; die Geburt einer Tochter befeſtigte es noch mehr. Madame Roland, die ſich mit der Erziehung ihrer Tochter beſchäftigte, ſuchte dieſer all die Sorg⸗ falt zu beweiſen, die ſie ſelbſt von ihrer Mutter erhalten hatte. Die übrige Zeit des Tages brachte ſie im Kabinet ihres Mannes zu, theilte ſeine Ar⸗ beiten und gewann durch ſeine Einſicht. Roland, damals Oberinſpector des Manufakturweſens, liebte die Freiheit wie Manon und zeigte ihr neue Anſichten der Welt und des Staatslebens. Die Eindrücke, welche die Studien ihrer Jugendzeit zurückließen, befeſtigten ſich, beſchäftigten ſie in der Einſamkeit und folgten ihr auf ihren Reiſen. In den Ländern, welche ſie an der Seite des Gatten durchflog, betrach⸗ tete ſie immer zunächſt die Rechtsverhältniſſe des Volkes, ehe ſie den Sitten, Gewohnheiten, Künſten und Denkmälern ihre Aufmerkſamkeit zuwendete. Sie bereiſten England und die Schweiz. Die Tellsplatte war ihr eine heilige Erinnerung. Ihr eigenes Vater⸗ land lernte ſie ebenfalls genau kennen. Die Ver⸗ änderungen, die ſich allmählich vorbereiteten, beob⸗ achtete ſie in der Zurückgezogenheit, nahe bei Lyon lebend, mit ihrem Gatten, von dort zog ſie die Ent⸗ wickelung des großen Dramas wieder nach Paris. Die Stadt Lyon ſandte Herrn Roland an die con⸗ ſtituirende Verſammlung. Von dieſem Augenblicke an entſchied ſich das Schickſal Beider. Roland wurde nachher Miniſter, der Girondiſtiſche Miniſter Lud⸗