Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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erſten Communion vor; ſie hatte genug über ſich ſelbſt gedacht, um die Hülfsbedürftigkeit des Men⸗ ſchen zu fühlen und eine ſchwärmeriſche Liebe zu Gott durchzitterte ſie mit heiligen Gluten. Trotz ihrer unbewachten und gefährlichen Lectüre hatte ſie ihr Herz rein erhalten, Sittſamkeit und Züchtigkeit hieß ſie Augen und Ohren verſchließen, wo nur im entfernteſten ein unreiner Gedanke in ihr erweckt werden konnte, und vor jedem Bilde fliehen, das in dem noch unentweihten Heiligthume der jungen Seele Stürme aufregen mußte. Und ſo beſtand ſie manche Kämpfe mit der Sinnlichkeit und Begierde ſehr mu⸗ thig und glücklich. Ja ſie glaubte, in dieſen ſieg⸗ reichen Kämpfen mit ſich und der eigenen Verlockung den höchſten Reiz des Lebens zu genießen und wollte ſich daher dem Kloſter widmen. Auf ihre Bitten gab man ſie 1765 in die klöſterliche Erziehung zu den Damen der Congregation zu Paris. Gottes Stimme, die ſie zu hören glaubte, tröſtete das ſchwärmeriſche Kind bei der Trennung von einer heiß geliebten Mut⸗ ter. Schon in der erſten Nacht, als ſie aus unru⸗ higem Schlummer erwachend, den im Mondlicht ſich ausbreitenden Kloſtergarten betrachtete, über welchem der Frieden eines klaren Sternenhimmels lag, da glaubte ſie ſich Gott näher und hörte, wie gefällig Er ihr Opfer aufnahm. Im Umgange mit den Geſpielinnen, die ſie an Kenntniſſen übertraf, und mit den Nonnen, welche ſich gerne mit dem verſtän⸗