Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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das ſagt mir! Dank, Frau Brunhild, für den freundlichen Gruß. Der edle Recke an meiner Seite iſt mein Herr; er herrſcht am Rhein und kommt, um dich zu werben! Sie ſchwieg erſt. Er heißt Gunther, fuhr Siegfried fort, und iſt ein reicher König. Erwirbt er deine Minne, ſo begehrt er nichts weiter; deinetwillen zog ich mit ihm, wäre er nicht mein Lehnsherr, ich hätte dich nimmer wieder ge⸗ ſehen! Dieſe Worte klangen geheimnißvoll, ſie deuteten auf eine Begegnung aus voriger Zeit, die Beiden nicht in angenehmer Erinnerung war; Gun⸗ ther, verloren in die Reize der Königin, hörte aber nichts davon. Wohl, ſprach ſie: Du weißt die Bedingung; bleibt dein Genoſſe Meiſter in dem Spiel, ſo will ich ſein Weib werden, wo nicht (und hier rollten furchtbar ihre Augen und die hohe Geſtalt ſchien rieſengroß zu wachſen,) und ich ge⸗ winne, ſo geht es euch Allen an das Leben. Ha⸗ gen der ſeinem König auch hierher treu gefolgt war, meinte, König Gunther ſollte wohl den Sieg ge⸗ winnen. Der ſchnelle Siegfried trat zu Gunther und ſprach ihm Muth ein; dieſer erklärte ſich vor der Fürſtin zum Kampfe bereit. Brunhild ließ ihr Ge⸗ wand bringen, einen Panzer von Gold und einen

köſtlichen Schild; ſie legte ein ſeidenes Waffenhemde

an, das keine Schärfe verletzte. Während deſſen zog ſich Siegfried nach dem Schiffe zurück, wo er die Tarnkappe anthat. Das Geſinde der Königin