dann ſeines Wegs. Auch erſchlug dieſer Siegfried einen Drachen, badete ſich in ſeinem Blute und wurde dadurch gehörnt, ſo daß ihn keine Waffe verletzt, wie man oft erprobt haben will.— Hagen ſchloß ſeine Erzählung mit dem Rathe, den jungen Helden freundlich zu empfangen. Man folgte ihm. Da erklärt Siegfried dem König, er wolle ihm Land und Burgen abnehmen. Nach kurzem Zwiſt verſöhnt man ſich jedoch und die Niederländer bleiben als Gäſte. In manchem Ritterſpiel zeigt Siegfried ſeine Stärke und Gewandtheit. Oft blickte hier Kriem⸗ hild verſtohlen durch das Fenſter nach ihm und für⸗ der bedurfte ſie keiner Kurzweile mehr. Er freilich hatte ſie noch nicht geſehen, wie ſehr ihn auch ver⸗ langte; des Landes Sitte verſtattete es noch nicht. Nach einiger Zeit kündigten Sachſen und Dänen dem Burgonderkönig einen Krieg an; Gunther hält Rath und man ſagt Siegfrieden davon. Der Hee⸗ reszug ritt vom Rheine durch Heſſen in das Sach⸗ ſenland; Lüdegaſt aus Sachſenland gerieth in Sieg⸗ frieds Gefangenſchaft, ſein Bruder muß ſich als Geißel ſtellen. Kriemhild befragte ſich bei den Bo⸗ ten, die häufig mit Kunde nach Worms zurückliefen, und als ſie von Siegfrieds Thaten hörte, da ward ihr ſchönes Antlitz vor Liebe roſenroth. Siegfried bittet um Urlaub und will wieder ziehen, aus Liebe zu der Maid, die er immer noch nicht geſehen, bleibt er aber noch. Endlich an einem Pfingſttage hielt
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


