Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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Woher die Recken auch an den Rhein kommen, ob ſie Fürſten oder Fürſtenboten ſind, zierlich ſind ihre Roſſe und Kleider, es müſſen wahrlich Helden ſeyn. Zwar ſah ich nie Siegfried, den jungen, doch will ich glauben, der dort iſt es, der ſo hoch und herr⸗ lich einhergeht. Der wird neue Mähren in dies Land bringen, hat er doch Schilbung und Nibelung, die Nibelungenrecken, beſiegt und andere kühne Tha⸗ ten verübt. Die Nibelungen aber fand er, als er einſt allein und ohne Gefolge an einem Berge vor⸗ überritt. Sie wollten gerade den Schatz, den ſie in dem Berge verwahrt, theilen, und baten, er ſolle ſich dieſem Geſchäfte unterzichen. Er gelobte es. Da führten ſie hundert Wagen mit Edelſteinen und Gold herbei, das ſollte er theilen und zum Lohn das Nibelungenſchwert erhalten. Allein er theilte ihnen nicht zu Dank. Ergrimmt riefen ſie zwölf Rieſen hinzu, doch dieſe erſchlug er mitſammt ſie⸗ benhundert Kämpfern. Freilich ohne das Schwert hätte er das nicht vollbracht. Des Schatzes Hüter war der Zwerg Alberich, der nun ſeine erſchlagenen Herren rächen wollte. Ihm gewann Siegfried die Tarnkappe ab.(Dies iſt eine zauberhafte Wehr, von den Zwergen verfertigt und meiſt auch benützt; wer ſie trägt, wird unſichtbar und zölfmal ſtärker, denn ſonſt.) Aber des Zwergs Seele hieng am Glanz der Schätze. Da ließ ihn Siegfried einen Eid ſchwö⸗ ren, daß er ſie ihm treu behüten wolle, und er zog