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In Rom zur Schau, wie ich! Handwerkervolk Mit ſchmutz'gen Schurzfell, Maß und Hammer hebt Uns auf, uns zu beſeh'n; ihr trüber Hauch, Widrig von grober Speiſ', umwölkt uns dampfend Und zwingt zu athmen ihren Dunſt.
Iras. Verhüten es Die Götter.
Cleopatra.
O ganz unfehlbar, Iras! Freche Büttel Ergreifen uus wie Dirnen, ſchalen Reimern Sind wir Balladenſtoff; Komödianten Stegreifeln loſ' uns auf der Bühn' und unſ're Alexandriniſchen Gelage. Mare Anton
Tritt auf im Weinrauſch, und ich ſehe ſchon, Wie jungenhaft quiekt Cleopatras Größe.
Zenobia ertrug es. Sie war an Händen und Fü⸗ ßen in goldene Feſſeln geſchlagen. Die Kette, die ihr um den Hals hieng, wurde ihr von einem perſi⸗ ſchen Sklaven nachgetragen; ſie ſelbſt ſank beinahe unter der Laſt ihres Schmuckes zu Boden. Zu Fuße gieng ſie vor dem prächtigen Wagen, in welchem ſie ihren Einzug in Rom zu halten hoffte. Zwei an⸗ dere, noch prachtvollere Wagen folgten, der Odenaths und der des Perſerkönigs. Vier Hirſche zogen Au⸗ relians Wagen, ein ſeltenes Geſpann! In den Sie⸗ gesjubel des Volkes und ſeiner Soldaten miſchte ſich freilich ein dumpfes Murren, weil Tetrikus als Römer dieſer Beſchimpfung preisgegeben ward. Deſto huldvoller zeigte ſich aber Aurelian nachher


