tiſche Elephanten, vier Königstiger und andere ſel⸗ tene Gethiere, zweihundert an der Zahl, eröffneten den Zug. Sechshundert Fechter folgten, die im Amphitheater das Volk ergötzen ſollten. Dann bot ſich aller Reichthum Aſiens, in Gold, Silber und Perlen und der ganze Schmuck der ſyriſchen Köni⸗ gin den erſtaunten Augen der Menge dar. Geſandte der überwundenen Nationen in ihrer Landestracht ſchritten einher. Wer zählte all die goldenen Kro⸗ nen, welche die Dankbarkeit einzelner Städte Aſiens dem Sieger überreichten und die nun auch zur Schau getragen wurden! Faſt hätte es den langen Zug der Gefangenen: Gothen, Vandalen, Aleman⸗ nen, Syrer und Aegypter nicht bedurft, die ſich Volk um Volk durch beſondere Aufſchriften von ein⸗ ander ſchieden. Zunächſt ſchritten zehen Heldinnen gothiſcher Abkunft, die man, weil ſie in männlicher Tracht unter den Gothen mitgefochten hatten, Ama⸗ zonen nannte und im Waffenſchmuck aufführte. Am meiſten reizte die Neugier der gefangene Gegenkai⸗ ſer Tetrikus und— Zenobia, die Königin des Mor⸗ genlandes. O daß ſie dieſen Triumph erlebte! Ihre Ahnin Cleopatra wußte einer gleichen Schmach zuvorzukommen. So läßt dieſe der Dichter zu ihrer Vertrauten ſagen, als ſie eine ſolche Zukunft be⸗ fürchten mußte:
Nun, was denkſt du, Iras? Du als ein fein ägyptiſch Püppchen ſtehſt
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