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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Jo, ich irre mich nicht! Es iſt der Herr Marquis von Beaulis!

Und Ihr? verſetzte der Marquis, gleichfalls auf franzöſiſch, indem er ganz betroffen den Fremden genauer betrachteted Himmel! Ihr ſeid Störſteffen ver⸗ zeiht, ich wollte ſagen, der Herr Marquis von Beaulis!

Nicht Marquis, nicht von Beaulis mehr! ent⸗ gegnete Störſtefen heiter ich bin wieder der alte Storſteffen und draußen vor dem Laden ſteht der kleine mit ſeiner Mutter. Mein Adelsdiplom und Euer Stamm⸗ baum ſind von den rothen Republikanern in Stücke zerriſſen und in alle Winde geſtreuet worden. Von meinen reichen Schmuckſachen habe ich nur dieſen Ring, Euer Geſchenk, gerettet. Von faſt anderthalb Millionen Franken ſind mir nur noch gegen zwei hundert Louis dor geblieben und dazu hat man uns als Landesverräther geächtet und verfolgt.

Franz! Helviſe! rief der alte Marquis voll Freu⸗ den aus herbei! herbei! Holt ſie herein, unſere Wohlthäter und Lebensretter, die da draußen ſtehen. Will⸗ kommen! Tauſendmal willkommen, Frau Störſteffen, Frau Marquiſe, wollte ich ſagen. Willkommen, herzlich will⸗ kommen, junger Herr! Mein Haus wollen Sie als das Ihrige anſehen. Ach, wie freue ich mich, unſern Wohl⸗ thätern einmal zeigen zu können, wie ſehr und wie tief wir uns ihnen verpflichtet fühlen!

Sie beſchämen uns durch Ihre Güte ſprach Störſteffen gerührtgnädiger Herr Marquis!

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