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Bald war Störſteffen nebſt den Seinen in Frankfurt angelangt. Als ſie hier bei einem Goldſchmiedsladen vor⸗ überkamen, deſſen Herr ſich auf dem Aushängeſchilde Eugen Lilienfeld nannte, ſprach Störſteffen:
„Wartet hier ein wenig. Ich will in dieſen Laden treten und fragen, wie viel man uns für unſern geſamm⸗ ten, aus unſerm Schiffbruche geretteten Schmuck zahlen wird. Flüchtlinge bedürfen keines ſolchen mehr. Zugleich werde ich mich erkundigen, wo wir ein billiges Unter⸗ kommen finden können.“
Unter dieſen Worten hatte Störſteffen jenen, vom Marquis gefertigten und dem Schloſſer geſchenkten Ring, den einzigen Schmuck, welchen Störſteffen ſelbſt zur Zeit ſeines höchſten Glücks getragen hatte, vom Finger gezogen. Er trat in den Laden, wo ein junges, ſchönes Mädchen von etwa funfzehn Jahren nähend ſaß.
„Ich gehe, meinen Großvater herbei zu rufen“— ſprach das Mädchen, nachdem Störſteffen ſeine Worte ein deutſcher Sprache angebracht hatte, welche, wie ſchon bekannt, ſeine Mutterſprache war.
Das Mädchen erhob ſich und zog an einer Klingel⸗ ſchnur, auf deren Ton eine nahe Glasthür aufging und ein ältlicher Herr, mit einer Brille auf der Naſe, herein⸗ trat. In ziemlich gebrochenem Deutſch, welches den ge⸗ bornen Franzoſen verrieth, fragte der Juwelier nach Störſteffens Begehren. Dieſer aber ſtarrte ganz verſtei⸗ nert den alten Herrn an, ſchlug die Hände zuſammen und rief endlich aus:


