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Störsteffen und sein Sohn, oder: Stolz und Liebe : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
[Giessen] [2025]
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ſeufzend.Gegen dieſe Treuen kehrte ſich der ganze Haß des Volks. Vielleicht, daß Roſette noch in Zeiten ge⸗ flüchtet iſt.

Ach, wenn wir nur erſt den Fuß aus dieſem blut⸗ getränkten Lande geſetzt hätten! ſprach Blanchette.

Ja wohl! entgegnete Störſteffenund darum rathe ich, daß wir nicht erſt auf Nachricht von Roſette warten. Wir drei erregen ſchon Verdacht, geſchweige wenn noch ein Viertes ſich uns zugeſellt, das ſich nicht ſo verſtellen kann wie wir. Unſer Herrgott möge unſere Tochter in ſeinen allmächtigen Schutz nehmen und ſie uns glücklich wiederfinden laſſen. Haſt du etwas retten können, liebe Frau?

Eine Handvoll Gold⸗ und Silberſtücke nur antwortete Frau Störſteffen.Ein Kerl riß mir das Schmuckkäſtchen aus den Händen, das ich glücklich erwiſcht hatte.

Es waren für 80,000 Franken Edelſteine darin! ſeufzte Störſteffen.Und du, Stephan?

Ich fürchte erwiederte dieſerdaß ich kaum achtzig Louisd'or bei mir trage. Mehr beſitze ich jedenfalls auch nicht geſtand Störſteffen.Ach! es moͤchte noch Alles ſein, wenn wir nur erſt unſer Leben geſichert wüßten!

Das blieb ihnen geſichert; denn nach vielen Mühſe⸗ ligkeiten und Gefahren erreichten Vater, Mutter und Sohn Deutſchlands Gränzen. Hier ſanken ſie auf ihre Kniee nieder und dankten dem lieben Gott mehr, als da Stor⸗